Wie aus Studien Handlungsempfehlungen werden
Eine onkologische Leitlinie ist kein Meinungsbild – sie ist das Ergebnis eines strengen, nachvollziehbaren Prozesses. Bevor eine einzige Empfehlung formuliert wird, steht die systematische Sichtung der weltweiten Studienlage. Jede relevante Publikation wird nach klaren Kriterien bewertet, gewichtet und in ihrer Aussagekraft eingeordnet.
Die Grundpfeiler unserer Arbeit
Im Leitlinienprogramm Onkologie folgen wir dem Prinzip der evidenzbasierten Medizin, ergänzt durch die klinische Erfahrung von Expertinnen und Experten sowie die Perspektive von Patientenvertretungen. Erst das Zusammenspiel dieser drei Elemente ergibt eine Empfehlung, die im Versorgungsalltag trägt.
- Systematische Literaturrecherche nach standardisierten Suchstrategien
- Bewertung der Evidenzqualität nach international anerkannten Klassifikationssystemen
- Interdisziplinäre Konsensfindung in strukturierten Verfahren
- Offenlegung von Interessenkonflikten aller Beteiligten
- Regelmäßige Aktualisierung nach festgelegten Überarbeitungszyklen
Widersprüchliche Studienergebnisse werden nicht verschwiegen, sondern offen diskutiert – Transparenz ist dabei kein Zusatz, sondern methodisches Fundament.
Nachvollziehbarkeit als Versprechen
Jede Empfehlung lässt sich bis zur zugrunde liegenden Evidenz zurückverfolgen. Wer tiefer eintauchen möchte, findet in den Leitlinienreporten detaillierte Angaben zu Methodik, Suchstrategien und Abstimmungsprozessen. Mehr über die konkreten Verfahren erfahren Sie unter unserem Verfahrensleitfaden oder nehmen Sie direkt Kontakt mit der Koordinierungsstelle auf.